Ferienreise nach Thomsdorf – Abenteuer fernab der großen Stadt

02.09.2016

Ein Bericht von Nicole Böhm

Am Montag startete unsere Reise: „Raus aus der Stadt!“ Die Kinder konnten es kaum erwarten, endlich das „Sommerland“ in Thomsdorf zu erreichen. Angekommen zogen die munteren Stadtkinder samt prall gefüllter Koffer in ihre Urlaubszimmer ein. Alle Teilnehmer, Groß & Klein, richteten ihre Betten her. „Herbergsvater Norbert“ lud zur ersten Sichtung des Geländes ein und präsentierte den zukünftigen und weitläufigen Abenteuerspielplatz mit all seinen Vorzügen: Bolzplatz, Seilbahn, Wäldchen, Fliegenpilzspielplatz, Feuerstelle, Lehmbackofen, Schachspiel, Pony-Koppel… Einige Regeln gab er ebenfalls bekannt. So wurden die Kinder zum Beispiel in Tischdienste eingeteilt. Für unsere Kinder stellte dies selbstverständlich kein Problem dar 🙂

Im „Sommerland“ war immer etwas los! Niemand war allein! All das gab es zu erleben:

Die hofeigenen Ponys „Bounty“ und „Amboss“ zogen zumeist die Mädchen in ihren Bann. Die Mädchen zupften Löwenzahn und Gras und umsorgten die Tiere liebevoll. Ihr Einsatz und Interesse machte sich bezahlt. So durften sie die Ponys bereits am Dienstag bürsten und striegeln. Sie wurden im Anschluss für einige Minuten und im Sattel sitzend über die Koppel geführt. Nachmittags lud „Sommerland-Chef Norbert“ die Ferienbande zur Spurensuchen ein. In zwei Gruppen – dem Team „Füchse“ und dem Team „Jäger“ – zogen wir durch den Wald. Die Kinder mussten Fährten legen beziehungsweise welche finden und ihnen folgen. Die „Füchse“ hielten sich in einem Waldstückchen versteckt und die „Jäger“ spürten sie auf.

Am Abend fand ein Lagerfeuer statt. Wir hielten kleine Würste und Stockbrote über das Feuer und konnten es kaum erwarten, endlich zu kosten. Als Nachtisch gab es sehr zur Freude aller Süßmäuler Marshmellows.

 

Um die nähere Umgebung außerhalb des „Sommerlandes“ zu erkunden, zogen wir am Mittwoch mit prall gepackten Rucksäcken zur „Krüseliner Mühle“. Die Sommerhitze ermüdete die Kinder. Ein Eis am Ziel sowie der wunderschöne Blick vom Steg aus auf den glasklaren See entschädigten uns schnell für die Mühen. Von der Mühle aus zogen wir zum Campingplatz am Dreetzsee weiter. Unterwegs gab es reichlich zu entdecken. Wir schlugen uns durch schmale und hoch bewachsene Brennnesselpfade hindurch, stolperten über Baumwurzeln, lugten in eine Hütte hinein (gebaut aus Naturmaterialien!), warteten immer wieder aufeinander und pausierten… Auf dem Campingplatz angekommen hielten wir unsere müden Füße in den See und besuchten ein Puppentheater. Nach einer Stärkung traten wir schließlich die letzte Etappe des Tages an.

Ein besonderer Ausflug führte uns am Donnerstag erneut zu einem See. Die Kinder packten ihre Rucksäcke, denn ein langer Nachmittag am See stand uns bevor. Claudia fuhr mit dem Auto zu unserem Zwischenstopp, der „Kantinenwirtschaft“. In ihrem Auto fuhr sie unter anderem eine Musik-Licht-Box spazieren, welche uns noch am selben Abend unterhalten sollte. An unserem Stopp angekommen gab es allerfeinstes Bio-Eis. Wir pausierten auf einer Wiese, genossen die Erfrischung und schossen tolle Schnappschüsse der jungen, neu entstandenen Freundschaften 🙂

Nach der Ankunft am nahegelegenen See breiteten wir unsere Decken großzügig aus. Matthias planschte mit den Kindern im See und hielt stets Wache über jeden Schwimmversuch und die tauchenden Sprösslinge. Die Kinder fühlten sich sichtlich frei und spielten ausgelassen am, im und fernab des Sees. In der Dämmerung zauberte Claudia ihre „Wundermaschine“ aus dem Kofferraum und die Strandparty konnte beginnen. Im Dunkeln zogen wir mit den Taschenlampen gen „Sommerland“. An Schlaf war auch diesem Tag nicht vor 22.30 Uhr zu denken.

Als letzte Höhepunkte einer jeden Ferienfahrt zählen eine Schatzsuche und eine Disco. Doch zuvor genossen wir unseren letzten Tag der Ferienreise so, wie es jedem Kind beliebte. Vormittags befüllten einige Kinder die neuen Schwimmbecken mit Wasser. Nach der Mittagspause wurden die Becken eingeweiht. Leider mussten nebenbei alle Koffer gepackt werden. Matthias zog noch vor dem Abendessen mit Anton und Luca in den Wald, um uns Feuerholz für den Lehmofen zu beschaffen. Zeitgleich kneteten Clara, Merle und Nicole Mehl & Co. zu einem riesigen Teig und belegten mit weiteren freiwilligen Helfern acht Pizzateigbleche. Nachdem alle gestärkt und gesättigt waren, konnten wir zur Schatzsuche aufbrechen. Der Schatz wurde letztlich im Discoraum geöffnet und es konnte endlich (wieder!) getanzt werden.

Am Samstagmorgen schliefen die Kinder besonders tief und fest. Die Vorfreude auf Zuhause und das Wiedersehen mit den Eltern war so groß, dass alle rasch in die Gänge kamen. Pünktlich erreichten wir den Treffpunkt in Berlin.

Fragen zum Essensplan nehme ich vorweg. Die Essensversorgung wurde durch uns Erwachsene an die Bedürfnisse der Kinder angepasst. So gab es an drei Tagen mittags eine warme Mahlzeit, eingenommen im Sommerland-Essenraum. Und an den anderen Tagen „dinierten“ wir auswärts mit selbstgeschmierten und gepackten Lunchpaketen. Selbsternannte Highligts der Kinder waren unter anderem „Stockbrot & Marshmellows“ sowie die selbstkreierten Pizzen aus dem Lehmbackofen. Erfrischungen wurden unsererseits ganztägig angeboten. Ein Hoch auf Natalya! Sie beköstigte die Kinder rund um die Uhr mit liebevoll zusammengestellten Snackbuffets. Das sonnig-warme Wetter lud zu Melone, Eis und Saftschorlen ein. Die frische Luft und die spannenden Ausflüge kurbelten den Bedarf auf Nachschub enorm an 🙂 In etwa 2,5 km Entfernung befand sich glücklicherweise ein Campingplatz mit kleinem Lädchen und einem Imbiss. In ca. 2 km erreichten wir zu Fuß die „Kantinenwirtschaft“, welche selbstgebackene Kuchen und Bio-Eis an uns verkaufte. Lecker! Externe Anschaffungen waren eine willkommene Abwechslung und eine sinnreiche Erweiterung der täglich angebotenen Mahlzeiten.

Die Kinder waren abenteuerlustig, fühlten sich frei und erkundeten ihre Lieblingsorte auf dem Sommerland-Gelände neugierig. Immer wieder fanden sich die Kinder mit „neuen“ Freunden zusammen und frönten ihren Vorlieben. Sie spielten ausgiebig Fußball, Fangen (O-Ton von Thierry: „Die Jungen fangen immer die Mädchen!“), grübelten über dem Outdoor-Schach, duellierten sich in Tischtennis im Discoraum, fütterten die Ponys, stromerten durch „ihr“ Wäldchen, fingen Fröschlein in Hülle und Fülle, suchten Diamanten im Schwimmbecken, tanzten, lachten, usw.

Wir – Claudia, Natalya, Matthias und Nicole – fingen sämtliche Aktionen mit unseren Kameras ein. Wir tanzten ausgelassen mit gut gelaunten Kindern. Wir spielten mit. Wir spendeten Trost, trockneten gelegentliche Tränchen, hielten in den Armen, drückten die Daumen. Wir untersuchten die Kinder auf Zecken und klebten Pflaster. Wir schmierten Brote für ein spätes Buffet. Wir motivierten die Kinder zum Durchhalten zäher Strecken. Wir lachten herzlich mit den Kindern… Und noch so vieles mehr.

Wir sind zwar müde aber unendlich stolz, die bunte, glückliche, altersgemischte, tolle Jungen-Mädchen-Gruppe durch die Ferien begleitet zu haben… DANKE, liebe Eltern, für Ihr Vertrauen!


Und nun gibt es noch etwas zum Anschauen: unsere Bildergalerie, die sich beim Klick auf ein beliebiges Bild öffnet! Viel Spaß!

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